Nature Thursday 2026 – #08

Ein geheimnisvoller Blick auf die Blumen in der Vase

Gute Ideen entstehen oft an ungewöhnlichen Orten. Mein heutiger Einfall für das Nature Thursday Projekt kam mir während der Arbeit. Genauer gesagt: unter der Dusche. Ich wollte unbedingt etwas Neues ausprobieren. Mein Ziel war ein völlig anderer Blick auf die Blumen in der Vase.


Doch die Realität sieht oft anders aus als die Theorie. Zu Hause angekommen, baute ich mein Equipment auf. Schnell merkte ich jedoch: Meine ursprüngliche Vorstellung lässt sich so nicht umsetzen. Das Licht passte nicht und der Bildaufbau wirkte zu starr.

In der Fotografie ist das jedoch kein Scheitern. Es ist der Beginn eines Experiments. Anstatt aufzugeben, suchte ich weiter nach dem Ungewohnten. Ich wollte weg von der klassischen Ansicht. Mein Fokus lag plötzlich auf den winzigen Details, die man im Alltag oft übersieht.

Die Magie der Details

Wenn man Blumen in der Vase extrem nah fotografiert, verändert sich die Wahrnehmung. Die Pflanze als Ganzes verschwindet. Was bleibt, sind Formen, Linien und leuchtende Farben. Das Makro-Objektiv wird hier zum Entdecker-Werkzeug.

Das Foto oben zeigt genau diesen Moment. Es ist eine Suche nach der Seele der Blüte. Das Spiel aus tiefem Rot und den sanften, gelben Rändern wirkt fast wie eine Landschaft aus Samt. Man könnte meinen, man blickt auf glühende Kohlen im Abendlicht. Es ist faszinierend, wie viel Kraft in einem kleinen Ausschnitt stecken kann.

Macht mit beim Raten!

Ich bin nun sehr gespannt auf eure Meinung. Erkennt ihr eigentlich, welche Blumen in der Vase ich hier vor der Linse hatte? Schreibt mir eure Tipps gerne unten in die Kommentare!
Falls ihr noch mehr florale Inspiration sucht, schaut euch meineFlora Galerie

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Deutsche Bahn: Wuppertaler Baustellen-Idylle

Bilderbuchwetter in Wuppertal. Die Sonne lacht, der Himmel ist strahlend blau – fast schon zu schön, um wahr zu sein. Man fragt sich unweigerlich: Wie lange noch? Laut Wetter-App soll es bereits heute Abend schneien. Doch woraus eigentlich? Bei diesem wolkenlosen Himmel grenzt die Vorhersage schon an Optimismus, den sonst nur Projektplaner der Bahn an den Tag legen.

Kalt ist es allerdings geworden – oder sagen wir es direkt: saukalt. Heute Morgen, oder besser gesagt noch in der Nacht, hatten wir frostige -6 °C. Dank der ersten Sonnenstrahlen hat es sich mittlerweile auf „angenehme“ 2 °C hochgearbeitet. Eigentlich die beste Gelegenheit, um der Baustelle am Hauptbahnhof einen Besuch abzustatten, die uns in Wuppertal seit einer Woche den letzten Nerv raubt.

Die DB-Anzeigetafel: Hoffnungsschimmer oder optische Täuschung?

Eigentlich hieß es, das Ganze soll bis Juni dauern. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Ein Blick durch den Bauzaun auf die digitalen Überreste der Fahrgastinformation am Bahnsteig (Perron) verrät Erstaunliches: „Bauarbeiten bis 20.02.26 um 21 Uhr. Kein Zugverkehr.“

Sollte dieses monumentale Projekt etwa in nur wenigen Tagen abgeschlossen sein? Ein verfrühtes Wunder im Februar? Oder will die Deutsche Bahn den zufälligen Besuchern, die einen sehnsüchtigen Blick hinter den Zaun werfen, einfach nur ein wenig Hoffnung schenken?

Der Blick nach Osten: China vs. Wuppertal

Man kommt nicht umhin, Vergleiche zu ziehen. In China zieht man solche Infrastruktur-Projekte in ein paar Tagen, vielleicht einem Monat durch. Zugegeben: Dort wird 24/7 gearbeitet, auch sonntags. Dass ich heute am Sonntag keinen einzigen Arbeiter auf der Baustelle finden würde, war mir natürlich klar. Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass die Busfahrer des Schienenersatzverkehrs (SEV) überhaupt noch pflichtbewusst ihren Dienst schieben.

Es bleibt unbegreiflich, warum bei solch wichtigen Projekten, die Hunderttausende Menschen betreffen, nicht der Einsatz massiv verstärkt wird. Warum wird hier nicht im Schichtbetrieb gearbeitet, um so früh wie möglich fertig zu sein? Auf diese Weise kriegt man vielleicht irgendwann die Bahnsteige fertig… aber was ist mit dem Rest des Bahnhofs?

Fazit: Die Kamera läuft mit

Schon vor ein paar Jahren habe ich den Umbau des Bahnhofsvorplatzes fotografisch begleitet. Es scheint an der Zeit, die Kamera wieder auszupacken und diese Chronik der Entschleunigung für die Ewigkeit im Netz zu verbreiten. Heute war mein erster Besuch – und sicher nicht der letzte.

Zumindest eines ist sicher: An Material für neue Berichte wird es mir im Wuppertaler Baustellen-Dschungel so schnell nicht mangeln. Bauinformation der DB

Blue Island

Mein erstes Aquarell des Jahres und die Kunst des Innehaltens

​Nach den täglichen Erlebnissen im Stau – Tag für Tag im Auto – war mir heute absolut nicht danach, schon wieder unterwegs zu sein oder etwas Neues draußen zu entdecken. Ich bin ehrlich froh, heute mal auf das Auto verzichten zu können.
​Zudem war das Wetter alles andere als einladend. Der vorgezogene Frühling, der uns letzte Woche lockte, war leider schon am Mittwoch wieder vorbei. Heute hielten sich die Temperaturen fast den ganzen Tag hartnäckig am Gefrierpunkt.


​Nein, das muss ich mir nicht antun! Es war stattdessen die perfekte Gelegenheit, endlich die Aquarellfarben herauszuholen. Es ist Wahnsinn, wie gut es tut, auf diese Weise abzuschalten und zu versuchen, die Ideen im Kopf auf das Papier zu bringen. Mein erstes Werk des Jahres: „Blue Island“.
​Ich überlege nun ernsthaft, ob ich nicht einen VHS-Kurs belegen sollte, um meine Techniken zu vertiefen. Das Malen ist für mich der perfekte Ausgleich zum Alltag.

Nature Thursday 2026 – #07

Schneeglöckchen – Die mutigen Frühlingsboten

Es gibt kaum ein schöneres Zeichen für das Ende des Winters als die ersten Schneeglöckchen. Diese kleinen Frühlingsboten haben mich heute dazu inspiriert, trotz des einsetzenden Regens einen Moment innezuhalten. Die letzten milden Tage sind zwar erst einmal vorbei, aber das Bild, das ich vor kurzem bei einem Spaziergang gemacht habe, bringt die Frühlingsgefühle direkt zurück auf den Monitor.

Gefunden habe ich diese Gruppe von Blumen auf dem Ehrenfriedhof in Barmen. Die Ruhe dort half mir, mich ganz auf die Details der Pflanzen zu konzentrieren. Obwohl ich zum ersten Mal kleine Gruppen von Menschen dort getroffen habe, boten die weiten Grünflächen genug Raum für ungestörte Aufnahmen.

Wissenswertes von Gemini – Schneeglöckchen (Galanthus)

  • Frostschutzmittel: Schneeglöckchen haben eine Art „eingebautes Frostschutzmittel“. Sie können bei Frost Wasser aus ihren Zellen in die Zwischenräume leiten, damit die Zellen nicht platzen.
  • Zwiebelkraft: Die Energie für das frühe Blühen ziehen sie aus ihrer Zwiebel, in der sie im Vorjahr Nährstoffe gespeichert haben.
  • Artenschutz: In Deutschland stehen wilde Schneeglöckchen unter Naturschutz. Man darf sie im Wald also bewundern, aber nicht pflücken oder ausgraben.
  • Symbolik: Da sie oft den Schnee durchbrechen, gelten sie weltweit als Symbol für Beständigkeit und die Überwindung des Winters.

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Geschwächte C-Jugend des HSV erkämpft sich Unentschieden gegen TV Issum

Nach vier Niederlagen in Folge sollte das Rückspiel gegen den TV Issum am vergangenen Sonntag endlich die Wende bringen. Die Vorzeichen standen gut, schließlich hatte der HSV das Hinspiel in Issum souverän mit 21:18 gewonnen. Die Zuversicht im Team war die ganze Woche über spürbar – bis zum Spieltag.

Ein Start unter schweren Vorzeichen

Der Schock kam am Sonntag: Die halbe Mannschaft hatte sich mit einem Infekt angesteckt. Mit Atemnot und Hustenattacken schleppten sich die Spielerinnen in die Halle. Dass man sich unter diesen Umständen überhaupt entschied anzutreten, war mutig, doch mit einem solchen Handicap durfte man keine Wunder erwarten.

Der Start verlief dementsprechend holprig. Die Gäste aus Issum erkannten sofort, dass der HSV heute mehr mit der eigenen Gesundheit als mit dem Gegner zu kämpfen hatte. Blitzschnelle Aktionen der Gäste führten zu einem schnellen Rückstand; nach nur zehn Minuten hieß es bereits 2:8. Es sah nach einer frühen Vorentscheidung aus.

Kampfgeist gegen den Hustenreiz

Doch die Mädels der Handball C-Jugend des HSV hatten das Krankenbett zu Hause gelassen und weigerten sich, kampflos aufzugeben. Nach etwa 11 Minuten fand der HSV endlich ins Spiel. Die Abwehr stabilisierte sich – man wollte die eigene Halle nicht ohne Gegenwehr verlassen.

In der zweiten Halbzeit wurde es dann richtig dramatisch. Plötzlich gelangen die Angriffsversuche, und das Ergebnis änderte sich im Minutentakt. Mal lag der HSV nur noch mit zwei Toren hinten, nur um kurz darauf wieder einen Vier-Tore-Rückstand zu kassieren. Doch der Ehrgeiz war geweckt: In der 35. Minute war es so weit – der HSV warf den Ausgleich!

Herzschlagfinale bis zur letzten Sekunde

Die letzte Viertelstunde war nichts für schwache Nerven. Es ging Tor um Tor, die Führung wechselte ständig. Man konnte den Willen jeder einzelnen Spielerin förmlich greifen. In der Schlussphase hatte der HSV bei eigenem Ballbesitz noch 10 Sekunden Zeit, den Siegtreffer zu erzielen. Doch nach diesem kräftezehrenden Kampf waren die Mädels stehend k.o. – die Kraft für den letzten entscheidenden Wurf fehlte.

Am Ende stand ein 27:27 auf der Anzeigetafel. Ein Sieg wäre für beide Teams schön, aber angesichts des Spielverlaufs vielleicht auch ein wenig ungerecht gewesen.

Fazit: Eine tolle Moral der Truppe! Unter diesen Umständen war das Unentschieden das Beste, was herauszuholen war.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser kämpferischen Leistung!

Himmelsblicke 2026 – Februar

Himmelsblicke Wuppertal: Die Stadt von ihrer friedlichen Seite

Eigentlich hatte ich für diesen Samstag ganz andere Pläne: Da meine Frau Nachmittagsdienst hatte, wollte ich die Gunst der Stunde nutzen und wieder einmal die Aquarellfarben herausholen. Die Ruhe zu Hause hätte sich bestimmt gut auf meine Kreativität ausgewirkt.


Mein Beitrag für Himmelsblicke 2026 – FEBRUAR
Aber da draußen solch wunderschönes Frühlingswetter herrschte und die Sonne bei 11 °C einfach zu stark gelockt hat, habe ich mich kurz nach dem Aufbruch meiner Frau doch auf die Pirsch gemacht.

Frühlingswetter lockt zur Fotopirsch

Hier und da ein kleiner Stopp, um den Augen und der Seele ein wenig Freude zu gönnen und dabei vielleicht Material für neue Himmelsblicke in Wuppertal zu finden. Ein Blick auf die aktuelle Wetterlage zeigte schon, dass dies der erste echte Frühlingstag des Jahres war.

Ein friedlicher Aussichtspunkt über der Stadt

Einen solchen Moment habe ich eingefangen: Eine Stelle, die ich immer wieder ansteuere. Von dort oben zeigt sich das Panorama der Himmelsblicke Wuppertal von seiner friedlichsten Seite. Der weite Blick über die Stadt, gepaart mit dem Spiel der Wolken am blauen Himmel, lässt die Hektik des Alltags (wie das aktuelle Verkehrschaos in der Stadt) sofort klein und unbedeutend erscheinen.

Es ist genau dieser Moment, der mir gezeigt hat, dass die Entscheidung gegen die Malfarben und für die Kamera heute genau richtig war.

Bahnstrecke Wuppertal Sperrung: Das Verkehrs-Chaos

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon vor einer Woche schreiben, aber die Ereignisse haben mich überholt. Die angekündigte Bahnstrecke Wuppertal Sperrung hat meine Terminplanung durcheinandergebracht. Ich hatte gelesen, dass es bereits am 1. Februar so weit sein sollte. Voller Erwartung fuhr ich am Samstag an die Gleise, um die letzten Züge zu sehen. Doch an der Haltestelle die Ernüchterung: Die Infotafel verkündete den 6. Februar als Stichtag.

Die Stadt ist durch die Bahnstrecke Wuppertal Sperrung unerträglich

Seit einiger Zeit ist der Verkehr in Wuppertal einfach nur noch eine Qual. Inzwischen dauert mein Heimweg von der Arbeit meist über eine Stunde. Ich frage mich ernsthaft, wie die LKW-Fahrer das aushalten. Vor 30 Jahren habe ich meine Brötchen selbst hinter dem Steuer verdient, aber an so eine extreme Situation kann ich mich nicht erinnern. Informationen zu aktuellen Umleitungen findest du auch auf der offiziellen Seite der Stadt Wuppertal .

Der nächste Gau: Schienenersatzverkehr und Stau

Und jetzt kommt der nächste Tiefpunkt: Die Bahnstrecke Wuppertal Sperrung wird für ein halbes Jahr den kompletten Rhythmus der Stadt stören. Für die Pendler bedeutet das Schienenersatzverkehr. Busse, die in dem ohnehin schon herrschenden Chaos für noch mehr Verstopfung sorgen werden.

Ein ernstgemeinter Rat: Meidet die Stadt während der Sperrung

Man muss es leider so deutlich sagen: Wer plant, Wuppertal in den nächsten sechs Monaten zu besuchen – lasst es lieber. Mit dem Zug kommt ihr sowieso nicht an, ein Flughafen ist auch noch nicht gebaut (höchstens der Hubschrauberlandeplatz an der Helios Klinik wäre eine Option) und für das Auto braucht ihr Nerven aus Drahtseilen.
Wer nicht zwingend hierher muss, sollte seinen Besuch auf den Spätsommer verschieben.